Die Luft ist raus.

Tja, schon wieder ein Jahr durch.

Da arbeitet man sich fast einen Wolf, packt tonnenweise Spielsachen, Parfüms und unnützen Krimskrams mit Kilometerweise Geschenkpapier ein und zack; die Weihnachtstage und Neujahr vergeht wie im Fluge! Kein Wunder steht man danach ausgepowert und irgendwie etwas verpeilt wieder im Laden…

 Macht es einen Unterschied, ob 19 oder 20 dasteht? Vom Offensichtlichen mal abgesehen.

Viele Menschen setzen immer noch Hoffnungen in den Jahreswechsel. Dass sich etwas ändert. Von selbst, wie durch Zauberhand, nur durch diese eine Sekunde. Ehrlich gesagt, auch wenn man realistisch veranlagt ist und angesichts der schier endlos scheinenden Liste an nicht enden wollenden menschgemachter Katastrophen auf der Welt am Rande der totalen Resignation steht, ist da jeweils dieser kleine Funke Hoffnung beim Jahreswechsel.

Dass sich nicht nur noch völlig überdrehte und taubblinde Optimisten gute Vorsätze machen, sondern auch der eine oder andere Politiker oder Wirtschaftsboss, der im 2019 zur Einsicht gekommen ist, dass es so schlicht und einfach nicht mehr weitergehen kann.

Ja und nu? Das neue Jahr ist erst wenige Tage jung und es zeichnet sich bereits deutlich ab, dass es genau so weitergeht, wie es geendet hat. Überraschung..

Noch immer spielen durchgeknallte Soziopathen mit dem Rest der Welt, als ob es kein morgen oder übermorgen gäbe. Als ob irgendwo in einem Tresor eine Kopie der Erde schlummert, die man einfach rausholen kann, weil man die erste kaputt gemacht hat.

Die Welt brennt, nicht nur im übertragenen Sinn.. Das stimmt nun wirklich nicht gerade zuversichtlich fürs 2020…

Wenigstens kann ich im persönlichen Bereich sagen, dass 2019 mehr oder weniger gut gelaufen ist.

Meine Entscheidung, nach acht Jahren und mit fast Fünfzig nochmals meinen Job zu wechseln, hat sich als eine meiner Besten seit Jahren herausgestellt. Das erste Mal seit langer Zeit habe ich abends wieder das Gefühl, vom arbeiten müde zu sein. Und nicht nur vom rumstehen und stundenlangen hin-und herreisen. Nun bin ich permanent in Bewegung, sitze nur während der Pausen, es ist super! Meinem Gerüst gehts darum auch viel besser, Schmerzen habe ich nur noch, wenn ich an einem Sonntag faul rumliege oder zu lange nicht ins Fitness Studio gehe.

Ich hatte Anfangs zwar meine liebe Mühe, schliesslich war ich acht Jahre weg von meinem gelernten Beruf als Drogistin. Und gerade in dieser Branche passiert unfassbar viel in einer solchen Zeitspanne. Gesetze ändern sich, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Errungenschaften stellen jahrelange Ansichten auf den Kopf.

Es gibt also noch einiges zu lernen für mich! Und meine verkümmerten grauen Zellen haben oft geglüht in den letzten Monaten…

Was mein persönliches Leben angeht, schaue ich also ziemlich positiv und entspannt ins kommende Jahr. Vorsätze gemacht? Klar!

Beispielsweise habe ich mir vorgenommen, bei Verkaufsgesprächen wie folgendem zu warten bis der Kunde weg ist, bevor ich die Nadeln ins Hirn meiner Notfall-Voodoo-Puppe piekse…

  • „Guten Tag, ich brauche Lutschtabletten gegen Halsschmerzen..“
  • „Gerne. Produkt XY ist das Beste, wirkt schnell und nachhaltig gegen Entzündungen und die Schmerzen. Gibt’s mit Orange- oder Pfefferminz Geschmack..“
  • “ Was ist denn der Unterschied..??“
  • “ …….. ?!!!?????“

Und falls sich jetzt jemand fragt, ja, solche Gespräche gibt es leider öfters als man denken mag…
Aber, wie gesagt, die Vorsätze sind gemacht und laut unbestätigten Quellen darf man sie (die Vorsätze) nur innerhalb der Woche 1 des neuen Jahres noch abändern…

Achja, ausserdem habe ich mir zum wiederholten Male vorgenommen, mit der Einreichung meiner Steuererklärung nicht bis zur letzten Minute zu warten… vielleicht schaff ich es ja dieses Jahr..

(…. funktioniert in der Schweiz nach dem selben Prinzip.. für die meistens jedenfalls)

Achja und dann noch das Übliche:

– mehr an die frische Luft

– weniger Süsses essen

– mich nicht über Dinge ärgern, die ich nicht ändern kann…

Same Procedure as every Year….

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