Liebe Eltern

Gratuliere, ihr habt ein oder mehrere Kinder auf die Welt gestellt. Mal abgesehen von der Tatsache, dass dies bereits die Neandertaler geschafft haben und nicht jedes Mal eine Party geschmissen haben,  eine grossartige Leistung.

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Also zumindest von Mami; denn mal ganz ehrlich ihr Papi’s; weshalb ihr immer mit geschwellter Brust wie ein Gockel auf Extasy herumstolziert, ist mir nach wie vor ein Rätsel… Bis das Kind da ist, habt ihr weiss Gott nicht allzu viel geleistet…

Aber darum geht’s mir heute nicht… Nicht dass ich noch bei irgendeinem Diskriminierungs-# auftauche…

Es geht mir um die Einstellung vieler Eltern. Ist ja schön, dass Ihr Euch freut, Mami und Papi zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr nun irgendwelche Sonderrechte habt. In meinen Augen jedenfalls. Die Gesellschafft suggeriert ja zwar gerne und mit Erfolg, dass Familien besonders behandelt werden müssen.

In meinen Augen ist es ja auch ein Ding der Unmöglichkeit, dass sich im Jahre 2018 Frauen immer noch selber unter Druck setzen und denken, sie wären nur dann ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft, wenn sie verheiratet (oder zumindest in einer festen Partnerschaft) sind und mindestens ein Kind auf die Welt stellen. Dies scheint ein grosser Teil der Gesellschaft auch heute immer noch zu denken, vielleicht auch ganz unbewusst.

Ich will hier gar nicht beginnen, von Überbevölkerung zu sprechen, sonst rede ich mich noch um Kopf und Kragen. Aber es kann doch nicht sein, dass sich in der heutigen Zeit Frauen dafür rechtfertigen müssen, wenn sie sich gegen Kinder entscheiden. Egal aus welchen Gründen auch immer. Ich spreche auch nicht von denen, die gerne ein Kind hätten und es einfach nicht klappen will.  Das ist schlimm für diejenigen, ganz klar. Ich will das auch nicht schmälern. Ich rede von den jungen Frauen, die sich ganz bewusst gegen eine Familie entscheiden, wobei es ja eigentlich auch eine Zumutung ist, dass man im allgemeinen nur von Familie spricht, wenn Kinder da sind.

Heute, in Zeiten von weltweiter und scheinbar unaufhaltbarer Umweltzerstörungen, immer weiter um sich greifender Kriege und wie schon erwähnter, nicht in den Griff zu kriegender Überbevölkerung muss man sich schon gut überlegen, noch ein Kind in diese Welt zu stellen. Klar, man könnte jetzt argumentieren, dass es ja den Nachwuchs braucht, damit Verbesserungen umgesetzt  werden können. Doch sind wir mal ehrlich… Welche Verbesserungen denn.. Wie wir jetzt gerade in Übersee miterleben müssen, können schon vier Jahre Amtszeit alles zerstören, was in den Jahren vorher mühsam aufgegleist und beschlossen wurde. Alle noch so kleinen Fortschritte werden zugunsten von Profit und extrem kurzfristigem Denken eliminiert. Ja ich weiss, tönt etwas schwarzseherisch.. Aber momentan leider Realität.

Ich schweife mal wieder ab…

Eigentlich wollte ich über nervende Mütter und Väter im Alltag ablästern.

Es fängt ja schon kurz nach der Geburt an.. Sofort muss am Haus oder am Baum vor dem Haus, am Balkon, am Auto, überall und allen kundgetan werden, dass ein neuer Schreihals auf der Welt ist.

Echt, wen interessiert das eigentlich?!?

Diejenigen, dies angeht, werden ja auf herkömmlichen Wegen von dem Ereignis orientiert. Als nächstes lasse ich einen Aufkleber für meine Auto herstellen:

“ Genervte Verkäuferin on Board“

Wenn man tagtäglich so intensiv unter Leuten ist, kommt zwangsläufig der Moment, an dem man genervt ist ab dem Verhalten gewisser Mütter.. Ich sage jetzt absichtlich Mütter, da es nun mal so ist, dass immer noch mehrheitlich Frauen die Hauptaufgabe in Sachen Kinderbetreuung übernehmen. Ich persönlich, selber ja auch Mutter, finde das, zumindest wenn die Kinder noch klein sind, auch in Ordnung. Mehr will ich dazu auch nicht sagen, ausser dass dies eine Entscheidung ist, die jedes Paar individuell selber treffen muss.

Aber das Verhalten dieser gewissen Mütter treibt mich oft fast zur Weissglut! Mit Kinderwagen, die mittlerweile ja die Dimensionen der Enterprise haben, stellen sie sich in den Läden mitten in die eh schon schmalen Gänge zwischen den Countern und Gestellen und schauen sich in aller Seelenruhe um. Versperren mit einer Selbstverständlichkeit, die mich immer wieder in Erstaunen versetzt, den ganzen Weg und ermorden jeden, der den Wagen auch nur ansatzweise ein bisschen touchiert, mit Mörderblicken!

Sie blockieren mit Vorliebe zwei Parkplätze mit ihren mobilen Minipanzern, weil Mutti mit dem Riesen SUV nicht wirklich manövrieren kann..

Und dann die Art und Weise, wie Mami mit dem Nachwuchs kommuniziert… In einer Lautstärke, dass auch wirklich der Hinterste und Letzte merkt: Aaah, da wird ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft herangezogen… Ja von wegen… Muss das immer so laut sein?? Hab gemeint, das Gehör von Kindern ist noch besser als das von Erwachsenen. Und immer schön das Umfeld im Auge behalten, schliesslich sollen bitte auch alle das Geschehen beobachten und wenn möglich lächelnd gutieren. Nicht wie meine Wenigkeit genervt das Weite suchen…

Und wehe wenn die Kleinen beginnen zu laufen. Schon klar, die sind flink unterwegs.. Aber bitte, es ist die Aufgabe von Mami oder Papi die kleinen Turbolinos im Auge zu behalten, wenn sie mit ihnen schon unbedingt in Warenhäusern rumlaufen müssen. Denn wir erleben das ja täglich, die kleinen Nervensägen grabschen nach allem was nicht bei drei in sicherer Höhe ist. Man kann den Minis ja auch keinen Vorwurf machen. Den Eltern hingegen schon. Denn man merkt als erfahrene Verkäuferin sehr gut, ob es Mami schlicht völlig egal ist, wenn ihr Junior die halbe Einrichtung schrottet oder ob dies wirklich nicht mit Absicht geschah. Und leider muss ich sagen, dass es die meisten Eltern keinen Deut schert. Weil die Sachen, die zu Bruch gehen, ja nicht ihre Eigenen sind.

Von Tobsuchtsanfällen will ich gar nicht anfangen, die Lautstärke manch kleiner Sirene würde selbst Godzilla in die Flucht schlagen.

a

Ich weiss, im Falle einer solchen Schreiattacke kann man als Eltern gar nicht viel machen. Was man hingegen könnte, damit die Kinder ihre überschüssige Energie nicht mit rumkreischen loswerden müssten; mal nach draussen an die frische Luft gehen, statt den ganzen Tag in riesigen Shopping Centern verbringen! Die Kinder über Wiesen rennen lassen statt sie einfach bei Ikea ins Bällelibad zu schmeissen und nach fünf Stunden wieder rauszuholen! Kein Wunder, dass die Kleinen am ausrasten sind, wenn sie den ganzen Tag nur zwischen Kleiderständern und Parfümgestellen rumlaufen müssen.

Hab manchmal das Gefühl, dass eine Generation heranwächst, die erst in der Schule lernen, dass man auch im Freien spielen kann…

Wie gesagt, den Kleinen kann man ja keinen Vorwurf machen, es liegt an den Eltern, ihrem Nachwuchs beizubringen, dass man Respekt vor fremden Dingen haben muss.

Da kann ich nur allen Lehrern, die diese Kinder später unterrichten müssen, viel Spass wünschen..

b

 

 

 

 

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