Ich frage mich ja schon des öfteren, warum Leute tun was sie tun.

Warum stellt man die Flasche Duschgel einfach wieder ins Regal zurück, nachdem sie beim dran riechen aus den Fingern gerutscht und bei der Landung auf dem Boden natürlich kaputtgegangen ist? Und nun steht sie da, läuft still und leise aus und versifft auf dem Weg zur leeren Flasche noch die Kollegen links und rechts und dahinter.
Warum probiert man einfach zwei, drei Trockenshampoos oder Deos aus, obwohl weit und breit kein „try me“ Schild oder „Tester“ Etikett zu sichten ist? Da würd ich schon manchmal gerne nachfragen, ob das auch im Lebensmittelladen mit Chips oder Käse gemacht wird. Die Chipstüte aufreissen, probieren, ach nee schmecken mir nicht, schwupps, zurück in Regal.
Warum gibt man Zeugs, dass man im Einkaufskorb/-Wagen hat und aus irgendeinem Grund nicht mehr möchte, nicht einfach an der Kasse ab, mit ebenjener Begründung. „Hab ich versehentlich in den Wagen gepackt, sorry.“ Nicht sooo schwierig. Könnte man denken. Stattdessen werden diese Sachen dann einfach willkürlich gleichmässig im gesamten Laden verteilt. Dann findet man Nagellack bei den Zahnbürsten, die Rheumasalbe bei den Kugelschreibern, die wiederum bei den Gesichtscremen und die Babynahrung bei den Kondomen… (hahazwinkerzwinker🙄)
Und warum zum Henker benutzt man nicht die Self-Checkout-Kassen, wenn man es eilig hat?
Ich hab ja glücklicherweise selten Samstags frei. So komm ich um den grossen Rummel in den Läden herum, wenn ich einkaufen muss. Meist plane ich dann meinen Einkauf auch so, dass ich zeitlich an gestressten Rentnern gleich nach Ladenöffnung, Müttern mit herumrennenden Kleinkindern und Mittagspauseneinkäufern vorbeijonglieren kann. Dann kann ich mir auch ein bisschen Zeit nehmen, mir Sachen in Ruhe etwas genauer anzuschauen, ohne dass ich jemandem oder jemand mir im Weg steht.
Ich steh also mit meinem Einkaufswagen an der Kasse, vor mir noch eine Person, ich lege mein Zeugs aufs Band (unter anderem auch eine Flasche Wein, darum ging ich nicht zum Self-Checkout). Die Kassiererin fängt an, meine Sachen zu scannen, da kommt eine ältere Dame fast im Laufschritt daher, stellt sich so nahe hinter mich und meinen Wagen, dass sie schon fast im Kindersitz hätte Platz nehmen können. Ihren Einkauf (eine Schachtel hab-ich-vergessen-was) so penetrant nahe am Warentrenner, dass es schon fast auf meinem letzten Produkt liegt.
Ich schau die Dame an.
….kennt Ihr noch den Flummi aus dem ersten „Men in Black“? Etwa so kam sie rüber. Fleischgewordene Hektik.
Selbst wenn ich gewollt hätte, ich hab sie nicht vorlassen können, der Kassiervorgang war ja schon am laufen. Und jetzt der Knaller. … In diesem Laden gibt es SIEBEN (7!!!) Self-Checkouts! Und eine war besetzt!
Warum also?? Warum muss diese Frau mir dermassen auf die Pelle rücken, wenn sie doch offensichtlich im Stress ist und zwei Meter daneben stehen die leeren Self-Scan Stationen??
Und falls jetzt jemand argumentiert, dass die Frau vielleicht keine Karte dabeihatte:
- Diese Ladenkette ist (glaube ich) eine der Einzigen, bei der beim Self-Scan auch bar bezahlt werden kann.
- Die Dame hat dann MIT KARTE bezahlt!
Muss ich das verstehen??
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